Bericht IFHE Council Meeting 2018 in Karthum, Sudan

Vom 25. Februar – 1. März 2018 fand in Khartum, der Hauptstadt Sudans, die zweijährliche Ratsversammlung des internationalen Verbandes für Hauswirtschaft (IFHE) statt. Rund 60 IFHE Mitglieder aus 15 Ländern nahmen daran teil. Darunter reisten sechs Mitglieder der IFHE Sektion Schweiz in die Stadt, wo die beiden Quellflüsse des Nils, der weisse und der blaue Nil, zusammenfliessen. Die derzeitige IFHE Präsidentin Sidiga Washi (2016-2020) veranstaltete den Anlass an ihrem Arbeitsort, der Ahfad Universität für Frauen. Als zweitgrösstes Land verbindet der Sudan den Norden Afrikas mit dem Süden und wird daher auch als “Brücke der arabisch-afrikanischen Kultur” bezeichnet.

Um es vorneweg zunehmen, die Beschaffung der Einreisevisa hat sich gelohnt und die Sicherheitsbedenken erwiesen sich bezogen auf diese Reise als unbegründet. Die internationalen Teilnehmer erlebten eine Gastfreundschaft der Einheimischen, deren Herzlichkeit alle Vorstellungen übertraf. «Welcome to Sudan» war der wohl meistgehörte Satz dieser Woche.

Inhaltlich wurde an der Ratsversammlung über verschiedenste Aspekte des IFHE diskutiert und abgestimmt. Auch die Wahl der nächsten Präsidentin (2020-2024) fand statt. Gwendolyn Hustvedt aus den USA wird als designierte Präsidentin in den nächsten beiden Jahren im internationalen Vorstand mitwirken und so auf ihre Aufgabe vorbereitet. Die Schweiz hat mit Franziska Honegger als Vize-Präsidentin der Region Europa ebenfalls Einsitz im internationalen Vorstand. Zusammen mit Amanda McCloat aus Irland vertritt sie darin die Interessen der rund 400 Europäischen IFHE Mitgliedern. Mit Karl John wirkt als interner Revisor eine weitere Schweizer Vertretung mit. Mittels Technik konnten auch jene Vorstandsmitglieder an der Versammlung teilnehmen, welche aufgrund Reiswarnungen ihrer Regierungen nicht persönlich anreisen konnten.

Ein absolutes Highlight der Veranstaltung bildete dessen vielseitiges Rahmenprogramm. Neben technischen Exkursionen in moderne Produktionsstätten von Milch- und Getreideprodukten, wurde zu mehreren Abendessen mit traditioneller Musik und Tanz geladen. Dabei gab es auch Gelegenheiten mit den Gastgebern ins Gespräch zu kommen. Die Offenheit, mit derer sie über die Situation des Sudans sprachen überraschte. Ermutigend war auch zu erleben, mit welchem Eifer die Studentinnen auf dem Universitätscampus über ihre Ausbildung und der damit erhofften Chancen sprachen. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer eindrücklichen Flussfahrt auf dem Nil.

Bild: Sudanesische Studentinnen in traditionellen Kleidern anlässlich einer Modeschau, zusammen mit Franziska Honegger, Präsidentin IFHE Sektion Schweiz