Praktikum in der Schweiz – Eindrücke von Frau Helene Knam

Anfangs September absolvierte Frau Helene Knam, gelernte Hauswirtschafterin, ein Praktikum im Hotel Appenberg in Zäziwil. Im Gespräch mit Franziska Honegger schilderte sie Eindrücke erlebnisreicher Tage im Berner Mittelland.

Helene Knam ist Gewinnerin des Europa-Preises 2014, der von der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft seit 2004 jährlich an die Gewinnerin oder den Gewinner des Bundesleistungswettbewerbes in der Hauswirtschaft (BLW) verliehen wird. Das Praktikum ist Teil des Preises und wurde durch die Kontakte zwischen der Deutschen und Schweizer Sektion des IFHE ermöglicht.

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Helene Knam (links) im Gespräch mit Franziska Honegger

Grüezi Frau Knam
In welchen Bereichen des Hotelbetriebes durften Sie mitarbeiten?
Auf dem Appenberg wurde es mir ermöglicht, den gesamten Kreislauf der hauswirtschaftlichen Vorgänge kennen zu lernen. Darunter fielen die Bereiche Reinigung im Zusammenhang mit der Wäscherei, der Service in Zusammenarbeit mit der Küche und nicht zu vergessen die Rezeption, in der ich einen Einblick in das dort angewandte Reservierungssystem und alle weiteren Vorgänge erhielt.

Sie absolvierten Ihre Ausbildung in den Medizinischen Reha-Einrichtungen der Stadt Radolfzell, wie einfach liess sich Ihr Fachwissen in einem Hotelbetrieb anwenden?
Da die Reha-Einrichtung METTNAU ein hotelähnlicher Betrieb ist und ich dort jegliche Standards kennen und erlernen durfte, viel mir der Transfer auf das Tagungshotel Appenberg leicht. Außer im à la carte Geschäft sammle ich gerne noch weitere Erfahrungen, um fachlich sicherer zu werden.

Gab es kulturelle Eigenheiten, welche Ihnen aus Ihrer Perspektive im Schweizer Betrieb aufgefallen sind?
Da ich am wundervollen Bodensee und ziemlich grenznah aufgewachsen bin, war ich bereits mit einigen Eigenheiten der Schweizer vertraut. Aber natürlich gab es viele neue Eindrücke für mich. Das Berndeutsch stellte mich vor eine Herausforderung, die ich zuvor nicht erwartet hatte.

Was sind spontan Ihre bleibenden Eindrücke des Praktikums?
Zu den für mich bleibenden Eindrücken zählt, dass eine Personalführung im familiären Stil etwas sehr besonderes ist und bleibt und ich froh bin, solch einen Betrieb in der Realität kennen gelernt zu haben. Ausserdem war ich von der Herzlichkeit, Freundlichkeit und Großzügigkeit von der Familie Mosimann und dem gesamten Team überwältigt.

Frau Knam – wir wünschen Ihnen für Ihre derzeitige Fortbildung zur Betriebswirtin für Ernährungs- und Versorgungsmanagement alles Gute und würden uns freuen, Sie im IFHE Netzwerk wieder zu treffen.

Wir danken Frau Marlis Mosimann vom Hotel Appenberg für die Ermöglichung des Praktikums.
Franziska Honegger – Präsidentin IFHE Sektion Schweiz